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Am 17.07.17 hatte ich Geburtstag und bin 27 geworden. Auf dieses Jahr habe ich mich schon lange ganz besonders gefreut, denn meine Glückszahl 7 steckt in jeder Zahl und das gab mir Grund genug auf ein tolles Jahr zu hoffen. Für mich war es schon immer das perfekte Alter. 26 ist noch Mitte 20 und 28 gehört für mich schon zu Ende 20. 27  liegt eben dazwischen und bedeutet für mich, ich bin noch jung, aber auch reif und das im Gleichgewicht. Es ist schwer das genau zu erklären, da es sich vielmehr um ein persönliches Gefühl handelt und das jeder sicherlich anders für sich empfindet und definiert. Jedenfalls habe ich mich mit 17 schon gefragt, wie ich mit 27 sein würde, wie ich aussehen könnte, was für eine Art ‚Frau‘ ich wäre, ob ich wohl Chefredakteurin der Vogue sein könnte, ob ich schon Mann und Kinder hätte und vielleicht sogar nicht mehr in Deutschland leben würde…

Das alles waren Fragen, die ich mir gestellt habe und mir ausgemalt habe, aber dennoch war für mich in jeder Hinsicht alles offen und denkbar. Ich wollte nie etwas bestimmtes anstreben (Businessfrau, Ehefrau, Auswanderin, …), da ich schon immer der Meinung war, dass alles seine positiven und negativen Seiten hat und es so kommt, wie es kommen sollte. Wichtig war es mir und ist es mir heute noch, Entscheidungen zu treffen, die man zum aktuellen Zeitpunkt für richtig hält.

Besonders in den letzten Jahren habe ich viel über mich selbst gelernt. Extremsituationen haben mich rausgefordert, ich bin viel gereist und habe das Leben anderer Menschen gesehen, mich davon distanziert oder mich damit assoziiert. Ich habe mich von Menschen gewollt und ungewollt getrennt, von denen ich dachte, dass sie immer da sein werden. Ich habe für mich herausgefunden, was ich will und was ich nicht will, was mir manche Entscheidungen leicht gemacht hat. Mein Ex-Freund meinte mal eines Tages, ich sei auf Selbstfindungsphase und ja, das war ich und bin es immer noch zum Teil. Damals beschrieb er mich als ‚young, wild and free‘. Heute muss ich drüber lachen, wie recht er doch damals hatte. So jung, so wild und so frei bin ich im Vergleich zu damals nicht mehr, aber in manchen Bereichen dann doch sehr ausgeprägt. Wild im Bezug auf die Neugier die Welt zu sehen und ehrgeizig, das abzuarbeiten, was ich mir in den Kopf gesetzt habe. Frei im Bezug auf die Freiheit einen Beruf auszuüben, den ich liebe, finanziell unabhängig zu sein und meine Passion für Mode und Reisen auszuleben sowie mich zu verwirklichen und neue Projekte anzugehen, die ich angehen möchte.

Wie auf dem Foto zu sehen ist, bin ich sehr glücklich mit meinem Leben und das weiß ich auch zu schätzen. Klar, gibt es hier und da einige Baustellen, aber im Grunde bin ich stolz auf mich, was ich bisher alles erreicht habe, was ich erleben durfte und wie ich mich entwickelt habe. Auch wenn es teilweise Rückschläge gab, mit den ich sehr unzufrieden war und es Dinge gab, die mich traurig gemacht haben, bin ich jetzt froh darüber, das alles so kam wie es kam. Alles hat eben Vor- und Nachteile und manchmal muss man einfach seine Perspektive wechseln um die Vorteile zu sehen. Ganz nach dem Motto: Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende. – Oscar Wilde. Wie ein Blick in die Zukunft aussieht? – … und wieder ist alles offen. Es kommt, wie es kommt und ich freue mich drauf!

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